Was ist ein Anliegen?

Was ist ein Anliegen?

Im Anmeldebereich sehen Sie, dass Sie sich mit oder ohne Anliegen anmelden können. Mit einem eigenen Anliegen kommen Sie, wenn Sie ein eigenes Thema mitbringen, das ich dann mithilfe der Gruppe therapeutisch begleite. Pro Aufstellungstag gibt es mehrere Anliegengeber. Wenn Sie dran sind, besprechen wir kurz Ihr Thema, wählen die Repräsentanzen (Das sind die Anteile, die für die Arbeit wichtig sind.) dafür aus und starten mit der Bearbeitung. Sie können "klassisch" von außerhalb auf den Prozess schauen, Sie können jederzeit auch selbst in eine Repräsentanz (z. B. in Ihr Ich) gehen. Ich bleibe mit Ihnen in Kontakt und begleite Sie durch den Prozess. Am Ende der Aufstellung haben Sie eine Lösung gefunden oder einen Zwischenschritt erreicht. Diese Arbeit ist auch als Einzelarbeit möglich, also nur Sie und ich. Ich begleite Sie aus der Therapeutenrolle heraus und schlüpfe bei Bedarf auch in die Repräsentanzen, was Ihnen einen intensiven Selbst-Kontakt ermöglicht.

Aufstellungsbeispiel

Das klingt sehr abstrakt. Wie wäre es mit einem Beispiel?

Beispiele für Anliegen:

  • "Ich habe ein Problem in der Beziehung zu...."
  • "Ich liebe mich nicht."
  • "Ich habe einen Konflikt mit X."
  • "Ich habe Angst vor..."
  • "Ich hätte gern einen Partner."
  • "Selbstwert"
  • "Liebe"
  • "Das, was mich stört und was ich nicht benennen kann."

Das Anliegen kann ein Satz, ein Wort oder auch eine Zeichnung / etwas Erspürtes sein. Beim Bestimmen Ihres Anliegens können Sie keinen Fehler machen. Egal, wofür Sie sich entscheiden, der Prozess wird Ihnen sowieso das aufzeigen, was dran ist. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie ein Anliegen bestimmen und wir nicht einfach drauflos arbeiten. Sie müssen an mich und an die Gruppe einen Auftrag erteilen. Das tun Sie, indem Sie das Anliegen bestimmen. Es ist Ihr Willensakt und Ihr Impuls, die den therapeutischen Raum eröffnen. Dann können wir davon ausgehen, dass dieser Raum relativ sicher (absolut sicher gibt es nicht!) ist und Sie weiterbringt. 

Was ist eine Anmeldung ohne Anliegen?

Wenn Sie kein eigenes Anliegen kommen, können Sie auch teilnehmen. Vielleicht begleiten Sie eine andere Person, die an ihrem Anliegen arbeitet, und geben ihr zusätzliche Sicherheit. Vielleicht wollen Sie auch alleine kommen, um erst einmal den freiRaum kennenzulernen, Erfahrungen zu sammeln und zu lernen. Auch aus fremden Anliegen lernt man viel. Ich persönlich habe unglaublich viel aus fremden Anliegen gelernt. 

Wenn Sie ohne Anliegen kommen, beteiligen Sie sich am Gruppenprozess. Der Klient, der mit seinem Anliegen dran ist, wird Sie vielleicht fragen, ob Sie einen Anteil aus seiner Arbeit repräsentieren könnten. Sie können Ja oder Nein sagen. Wenn Sie zugestimmt haben, stellen Sie sich auf einen Anteil (s. Bild oben) und nehmen einfach wahr, was passiert. Es kann sein, dass sich Ihre Wahrnehmung verändert. Sie beschreiben, was Sie wahrnehmen können, z. B. Gefühle, Spannungen, Wärme oder Kälte, Bewegungsimpulse usw. Ich helfe Ihnen dabei. Hierfür sind kein extra "Reinspüren" und keine Erfahrung erforderlich. Jeder Mensch kann das.

Wie sicher ist das Ganze?

Auf meiner Praxis-Website habe ich einen ausführlichen Artikel zum Thema Sicherheit, auf den ich an dieser Stelle gern verweise.

Was mache ich nach der Aufstellung?

Die Aufstellungsarbeit wirkt noch lange nach. Manchmal ist nach einem Prozess sofort Ruhe. Manchmal muss noch einiges verdaut werden. Einige Prozesse wirken noch Wochen, Monate und Jahre im konstruktiven Sinne nach. Selten kommt gleich das nächste Thema auf. In diesem Fall ist es sinnvoll, wenn Sie eine Anlaufstelle dafür haben und gut für sich sorgen. Das kann der freiRaum, aber auch jede andere Praxis sein, der Sie vertrauen.

Wo finde ich mehr Informationen?

Sie finden viele weiterführende Informationen auf meiner umfangreichen Praxis-Website. Dort finden Sie auch ein Beispiel.